Per Anhalter nach Moskau

Wir wollten eigentlich um 8 Uhr aufstehen, da wir aber so spaet nach Hause gekommen sind haben wir dann doch laenger geschlafen… Gegen 12 haben wir uns dann von dem deutschen und dem japanischen Paar und Ilia verabschiedet und sind gegangen. Auf dem Weg zur Metro haben wir Essen fuer den Weg gekauft: Brot, Kaese und Keske.

Wir haben die blaue Linie bis zur Endstation genommen, von dort ging es dann  mit einem Bus noch weiter aus der Stadt heraus. Der von Hitchwiki beschriebene Spot war echt gut, nach weniger als 20 Minuten hat uns ein LKW, der die 640 bis nach Moskau faehrt, mitgenommen. Waeherend der Fahrt haben wir die schoene Aussicht genossen,  uns versucht auf russisch mit dem netten, sehr duennen LWK-Fahrer zu unterhalten und die viel zu suessen Limonaden getrunken, die er uns geschenkt hatte.

Als es zu daemmern anfing, hielt er an einer Tankstelle an und zeigte uns stolz etwas schreckliches: 2 Wildschweine, ein Reh, zwei echte Baeren und ein Lux waren in viel zu kleinen, dreckigen Kaefigen eingesperrt.

Etwas spaeter erklaerte er uns, dass wir anhalten und zusammen abendessen werden. Er hielt am Strassenrand an und ein Paerchen stieg ein (wenn wir ihn richtig verstanden haben seine Schwester und ihr Freund). Wir dachten dass wir mit ihnen zusammen essen werden. Sie hatten aber etwas anderes im Kopf: Sie haben die Vorhaenge des LKWs zugezogen, wir sagten uns zum Spass, jetzt nehmen die bestimmt Drogen. Und so was es: Das Paerchen hat Spritzbesteck rausgeholt, und angefangen, sich Heroin zu spritzen. Die Situation wurde noch schlimmer, als das Maedchen verzweifelt anfing zu weinen und nach mehr Stoff zu fragen, ihr Freund jedoch verneinte und ihr gegenueber gewaltaetig wurde. Zum Glueck griff ‚unser Fahrer‘ ein und deeskalierte die Situation.

Wir fuhren weiter und wir waren richtig erleichtert als das Paerchen ausgestiegen war und der Fahrer uns versichterte, keine Drogen zu nehmen. Als wir gegen Mitternacht tankten, wurde uns klar, dass wir Moskau erst gegen ca. 3 Uhr erreichen wuerden. Deswegen haben wir entschieden, neben der Tankstelle zu Uebernachten. Wir haben unser Zelt aufgebaut, unsere Tuetensuppe gegessen und nach ungefaehr einem Jahr endlich wieder in unserem Zelt geschlafen.

Obwohl uns gegen  3 Uhr ein Mitarbeiter von der Tankstelle aufweckte (er wollte dass wir gehen, wir sind aber einfach geblieben, kein Problem) hatten wir eine ruhige Nacht.

Am naechsten Morgen haben wir unser Zelt zusammengemacht und standen wieder mit erhobenem Daumen auf der Strasse. Nach weniger als 15 Minuten hielt ein Kleinlaster an und fuhr uns die letzen 150 km bis nach Moskau.

In Moskau angekommen, haben wir die naechste Metro gesucht und sind zum Yaroslawsky-Bahnhof gegangen. Hier wollten wir unsere Transibirische Eisenbahn Tickets kaufen. Da niemand Englisch sprechen konnte, haben wir versucht, das, was wir wollen auf russisch auf ein Papier zu schreiben.

Die Frau an der Kasse war richtig unfreundlich und hat sich ploetzlich dafuer entschieden, dass wir hier keine Tickets kaufen koennen. Also sind wir zum Leningradsky-Bahnhof gegangen. Hier war die Frau an der Kasse deutlich freundlicher und wir konnten unsere Tickets kaufen:

  • 12.08.: Moskau – Perm
  • 14.08.: Perm – Omsk
  • 18.08.: Omsk – Ulan-Ude 

Richtig gluecklich, endlich unsere Tickets zu haben gingen wir zu unserem Host in Moskau. Wir haben mit ihm Abendgegessen und hatten dann ein Eis mit Kvas (typisches Getraenk hier). Endlich in Moskau koennen wir sagen:

  • Trampen ist einfach und moeglich hier in Russland, die Menschen sind genauso nett wie ueberall
  • LKW-Fahrer schnallen sich nur vor Polizeikontrollen an
  • Unsere Drogenerfahrung zeigt uns einmal mehr, wie gefaehrlich Drogen sind
  • Wir haben unsere Zugtickets
  • Moskau ist riiiiieeeesiiiig!

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