Mongolei, erste Eindruecke

Nach weiteren anstrangenden 12 Stunden im Bus haben wir es sicher in die mongolische Hauptstadt Ulaanbataar geschafft. In dem Moment, als wir aus dem Bus ausstiegen, kamen mehrere Maedchen sehr aufdringlich zu uns und fragten uns,  wo wir schlafen wuerden und was unser Plan in der Mongolei ist. Sie wollten uns in ihre Hostels und zu ihren Tours ueberreden.

Am Anfang habe ich kurz ueber das Angebot nachgedacht,  Alex konnte aber zum Glueck die Ruhe bewahren und wir konnten sie loswerden.  Dann, noch am Busbahnhof mussten wir entscheiden was wir machen werden, denn wie sooft hatten wir KEINEN Plan, was wir in der Mongolei machen werden (ausser einer Adresse von einer Farm ueber workaway.com).

Auf den Flyern, die uns die Maedchen in die Hand gedrueckt hatten war zum Glueck eine Karte der Stadt abgedruckt, was fuer uns, die Keine Ahnung von der Stadt hatten sehr wertvoll war. Wir mussten einen Bus richtung Stadtmitte nehmen, hatten aber (perfekt vorbereitet) keine mongolischen Tugrik gewechselt. Gluecklicherweise konnten wir an der Bushaltestelle dann eine Frau ueberreden fuer uns 50 Rubel in Tugrik zu wechseln.

Im Zentrum angekommen sind wir zu einem (auf  der Karte) gruenen Bereich gelaufen. Es stellte sich als ein kleiner Erlebnispark mit Achterbahnen heraus (umzaeunt). Hier werden wir wohl nicht unser Zelt aufschlagen koennen. Einer paar Meter weiter haben wir einen grossen Parkplatz gesehen, auf dem Autos verkauft werden. Wir haben den Nachwaechter gefragt, ob wir dort schlafen koennen. Wir hatten ziemlich Angst vor dem komisch aussehnen, aelteren Mann. Er hat sich aber als sehr netter Mensch herausgestellt, der uns auf dem Parkplatz schliefen uns uns sogar in seinem Container kochen lies. Das war also unsere erste Erfahrung mit der mongolischen Gastfreundlichkeit.

DSCN6719DSCN6716

Am Morgen dannach liefen wir ein bisschen durch Stadt und suchten eine Bank, die offen hatte (Sonntag…) Und was war mit der Farm? Das ist eine andere Geschichte.

Die erste Farm, zu der wir gehen wollten war von einem Mann namens Bayaraa, der uns schon angemommen hatte. Sein Profil verschwand jedoch ein paar Tage  vor unserer Reise von Workaway. Wir haben also einen zweiten Farmer, Martin, angeschrieben, der uns auch aufnehmen wollte, aber ploetzlich nicht mehr auf unsere Mail antwortete.  Aus dieser Situation heraus habe ich eine dritte Person (Dalai) kontaktiert, welche ein ziemlich neues Profil hatte. Diese Person hat uns auch gruenes Licht gegeben, hat uns aber keine genaue Adresse oder Handynummer gegeben. Wir wussten also nur in welches Dorf wir muessen, ein Dorf voller identischer Gers/Jurten (Die Jurte (türkisch Yurt ‚Heim‘) ist das traditionelle Zelt der Nomaden in West- und Zentralasien. Besonders verbreitet ist sie in der Mongolei, Kirgisistan und in Kasachstan.). Wir wollten es aber riskieren und sind also wieder zum Draghon Busbahnhof gegangen.

DSCN6753

Wir mussten noch lokale Spezialitaeten probieren, bevor es zum Busbahnhof ging!

 

Als wir dort ankamen sahen wir an dem Ticket-Schalter ein europaeisch-aussehendes Paar. Und fuer mich war sofort klar, dass es Katalanen sind (6. Sinn…). Wir haben sie angesprochen (ja, Katalanen) und sind dann ins Gespraech gekommen. Sie wollten ins gleiche Dorf wie wir, also haben wir beschlossen zusammen mit dem Bus dort hinzufahren (wir hatten immer noch keine Neuigkeiten von der Farm…).

Die Fahrt war okay, obwohl sie in der Nach war konnten wir nicht viel schlafen. Als noch/wieder die Sonne schien, hatten wir bezaubernde Aussichten auf die Landschaft: Die Jurten, Pferde, Schafe & Ziegen,  Kuehe und endlich die Yaks (haarige Kuehe). Wir waren sehr aufgeregt! Als wir in Moron ankamen mussten wir mit 5 verschiedenen Taxifahrern diskutieren, die alle uns (fuer verschiedene Preise) nach Khatgal bringen wollte (das Dorf neben dem See, zu dem wir beide hin wollten). Wir haben einen guten Deal gemacht (wahrscheinlich immernoch mehr als ein einheimischer) und sind mit dem Taxi ueber eine Stunde nach Khatgal gefahren.

Picture 001Picture 002

 

In Khatgal und nach einem ruhigen Fruehstueck in dem verschlafenen Staedtchen (um 9) haben wir nach Internet gesucht, um zu schauen ob auf Workaway jemand geantwortet hat. Niemand hat geantwortet. Also standen wir wieder ohne Plan da. Das katalanische Paar ging zum See um dort zu campen, wir liefen durch das Dorf und haben gefragt, ob sie eine Person namens “Dalei” kennen. Fast jede weibliche Person in der Mongolei heisst Dalei, uns konnte also nicht geholfen werden. Wir haben uns entschieden, zu dem anderen Paar zum See zu gehen und haben Essen fuer ein paar Tage eingekauft und sind zum See gelaufen.

Ploetzlich hielt neben uns ein Mann auf seinem Motorrad an und rief: “Elisabet”. Ich habe mich umgedreht und der Mann sagte: “Ich bin Bayarlaa von Workway.” Was fuer eine Ueberraschung! Es war der Mann von der ersten Farm, der sein Profil geloescht und ein neues fuer seine Schwester erstellt hatte. Wir waren total gluecklich und er brachte uns nacheinander auf seinem Motorrad zu sich nach Hause.

Dort angekommen, unsere ersten Eindruecke:

Picture 009
Plumpsklo:)
Picture 005

Herd und Ofen

Picture 011

Waschmaschine ohne fliessend Wasser

Picture 012

It's only fair to share...Tweet about this on TwitterShare on RedditShare on Google+Share on FacebookEmail this to someone

One thought on “Mongolei, erste Eindruecke

  • 2. September 2015 at 22:57
    Permalink

    Ja, ja, die Komfortzone!!!

    Reply

Hinterlasse einen Kommentar zu Elsa Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>