Die 5 besten Plätze, an denen wir geschlafen haben

Das Zelt immer dabei zu haben hat den Vorteil, dass wir an jedem Ort schlafen können. Die Anzahl der Parks, Grünflächen und Felder, auf denen wir unser Zelt aufbauen können ist also unendlich groß. Wenn wir heute daran zurückdenken, wo wir überall schon geschlafen haben, erscheint es uns unmöglich, den Mut oder das Glück gehabt zu haben, an diesen Orten geschlafen zu haben.

Hier präsentieren wir euch unsere 5 besten Plätze:

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  1. Bilbao, eine Nacht voller Angst

In unserer zweiten Nacht in Bilbao haben wir schon in der Dunkelheit auf einem Hügel der Stadt in einem Park nach einem Schlafplatz gesucht. Als wir einen Platz gefunden und das Zelt aufgebaut hatten, haben wir mehrere “komische” Personen in der Nähe beobachtet. Obwohl es keinen direkten Grund dafür gab, hatten wir ein bisschen Angst. Dies war eine der wenigen Nćhte, in der ich mit dem Pfefferspray in meiner Hand geschlafen habe. Alex musste mehrmals aus dem Zelt rausgehen und kontrollieren, ob jemand in der Nähe war. Irgendwann konnte ich doch einschlafen, während Alex noch lange wach lag und nicht einschlafen konnte.

Am nächsten Morgen wurden wir aber für unsere unruhige Nacht belohnt. Von dem Hügel hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf Bilbao während unserem Frühstück.


 

  1. Auf dem Feld in der Ukraine

Auf dem Weg zur polnischen Grenze übernachteten wir eine Nacht sprichwortlich auf dem Land. In einem Maisfeld schliefen wir zusammen mit den Gerüchen und den vielen Tieren, die uns nachts den einen oder anderen Schrecken einjagten.

Dank dieses wunderschönen Platzes hatten wir am nächsten morgen eine atemberaubende, neblige und stille Atmosphäre.


  1. Romänien: Kommt rein, draußen ist es gefährlich!

Nachdem wir unsere Kamera verloren hatten, irrten wir abends durch ein romänisches Dorf und suchten einen Platz zum Schlafen. Wir versuchten, den Dorfrand zu erreichen, weil uns erhofft haben, dort einen guten Platz für unser Zelt zu finden.

Ein Mann kam aus seinem Haus und fragte uns, was wir machen und wohin wir gehen. Da wir kein Rumänisch sprechen können, und der gute Mann kein Wort Englisch sprach, erklärten wir ihm gestikulierend was wir machen und wollen. Wenn wir ihn richtig verstanden haben meinte er, dass es draußen gefährlich wäre und wir doch in sein Haus kommen sollen.

Interessanter Gedanke: Wahrend die Menschen in anderen Teilen Europas (z.B. Barcelona) ein ziemlich negatives Bild und damit Angst vor Rumänen haben, hat dieser Mann unaufgefordert sich bereiterklärt, uns zu helfen.

So kam es, dass wir in einer halbfertigen Bauruine auf dem Flachdach ohne Zelt übernachtet haben.


 

  1. Auf dem Schulhof im Kosovo

Unser Aufenthalt im Kosovo war für uns beide sehr speziall. In unserer ersten Nacht durften wir auf dem Schulhof einer Schule schlafen. Der Hausmeister der Schule, der mit seiner Familie in dem Gebäude wohnte, gewährte uns Zugang auf den Schulhof.

Dort kochten wir unsere Tütensuppe (Link) währen Frösche neben uns durch das Gras sprangen. Als dann die Sonne unterging, konnten wir den Muezzin hören, die zum Abendgebet rief.

Später in der Nacht konnten wir mehrere heimliche Treffen Jugendlicher auf dem Schulhof beobachten.


 

  1. Bulgarien, eine atemberaubende Aussicht

Es fing damit an, dass wir von einem älteren Pärchen im Auto mitgenommen wurden. Sie empfohlen uns, unser Zelt an einem Platz weniger Kilometer vor der rumänischen Grenze aufzubauen. Sie brachten uns dann unerwarteter Weise zu einem der schönsten Plätze, an denen wir waren:

Auf einem Platteu an einer Steilküste, ungefähr 30 Meter oberhalb des Meeres lag ein inoffizieller Hippie-Campingplatz. Außer uns waren nur ein paar Hippies da, die Gitarre spielten und rauchten. Mehrere Kreuze erzählten die Geschichte von Leuten, die unaufmerksam die Klippe heruntergefallen und gestorben sind.

An einer Stelle kam Gas aus der Erde, welches angezündet eine “Ewige Flamme” und perfekter Grillplatz war.

Das Paar hatte uns glücklicher Weise Würstchen geschenkt, die wir dann gegrillt und gegessen haben. Am nächsten Morgen konnten wir einen spektakulären Sonnenaufgang über dem Meer sehen. Wir fanden einen sicheren Abstieg zum Meer und sahen dort die Hippies wieder, die Nackt im Meer schwamen.

Währen ich, gewohnt an den Sandstrand in Barcelona, Angst vor der steinigen Küste hatte, sprang Alex voller Freude von den Felsen ins Wasser.


Und was sind die schönsten Plätze, an denen ihr geschlafen habt?

 

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